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Praxis Ziehn – Allergie muss nicht sein! Interview bei Gallileo-TV…

https://www.galileo.tv/corona/erhoeht-heu-schnupfen-die-gefahr-sich-mit-dem-corona-virus-zu-infizieren/

Was raten Sie Heuschnupfen-Geplagten? Interview mit der Lungenfachärztin, Allergologin und Schlafmedizinerin Uta Ziehn

  • Worauf sollten Allergiker:innen in der Pandemie achten?

  • 💬

    Allergiker:innen sollten ihre Erkrankung ernst nehmen, erst recht in Zeiten von Corona. Im Alltag bedeutet das: Achten Sie auf die aktuelle Pollenflugsituation und gestalten Sie den Tag entsprechend. Bei starker Belastung sollten Allergiker:innen zum Beispiel nicht draußen joggen, sondern das Workout lieber in die eigenen vier Wände verlegen.

  • Was ist noch wichtig?

  • 💬

    Die kurz- aber auch langfristige Behandlung der Beschwerden. Die richtigen Ansprechpartner sind Hausärzt:innen, Lungenfachärzt:innen und Hals-Nasen-Ohren-Fachärzt:innen.

  • Was können Allergiker:innen im Akutfall tun?

  • 💬

    Bei leichten Beschwerden helfen spezielle Nasen-Sprays. Sie sollten Kortison enthalten, um die Entzündungsreaktionen zu bekämpfen. Normale Nasen-Sprays können das nicht: sie sorgen nur für ein Abschwellen der Schleimhaut, das zwar in dem Augenblick die Beschwerden lindert, aber keine langfristigen Effekte bringt. Hilft das nicht mehr, kann die Ärztin oder der Arzt ein antiallergisches, lokal wirkendes Medikament verschreiben.

  • Ich habe Asthma, was nun?

  • 💬

    Ist es bereits zu einem Etagen-Wechsel mit asthmatischen Problemen gekommen, können Kortison-Sprays helfen. Entscheidend ist, dass Pollen-Allergiker:innen und Asthmatiker:innen medikamentös gut eingestellt sind. Dann haben sie kein erhöhtes Risiko, sich leichter mit dem Corona-Virus zu infizieren.

  • Sollten Allergiker:innen über die Spezielle Immuntherapie (SIT) nachdenken?

  • 💬

    Ja, das ist die beste Methode, um das Immunsystem zu desensibilisieren. Dabei wird den Betroffenen über 3 Jahre das entsprechende Allergen in einer gesteigerten Dosis unter die Haut gespritzt. Möglich ist auch, die Allergene als Tropfen oder Tablette täglich unter die Zunge zu geben. So gewöhnt sich der Organismus an Birkenpollen und Co. und reagiert kaum oder gar nicht mehr auf die Reizstoffe.

  • Können sich auch Pollen-Allergiker:innen gegen Corona impfen lassen?

  • 💬

    Ja, Heuschnupfen ist kein Ausschlusskriterium für eine Corona-Impfung.

Uta Ziehn ist Mitglied im Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner e.V.

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